Was macht eigentlich ein Bauausschuss?


Der Bauausschuss ist ein Gremium mit dem Auftrag, Gebäude zu schaffen (Neubau), zu erhalten (sanieren oder erweitern) oder zu beseitigen (Abriss). Er wird in der Regel von der Geschäfts- führung / dem Vorstand eingesetzt, was im Falle unserer Gemeinde St. Lukas der Kirchengemeinderat (KGR) ist.

Das Kirchenrecht muss dabei berücksichtigt werden; danach muss der KGR personell an jedem Ausschuss beteiligt sein und diesen leiten. Wie alle Ausschüsse kann auch der Bauausschuss zur Erfüllung seiner Aufgaben Personen in den Ausschuss berufen, die nicht dem KGR angehören, die aber den Sach- und Fachverstand des Ausschusses erhöhen. Der Ausschuss kann zur Bewirtschaftung größerer oder älterer Gebäudebestände permanent eingerichtet werden. Möglich ist aber auch die punktuelle Einsetzung nach Bedarf, wie z.B. anlässlich eines Neubaues. In jedem Falle sind seine Befugnisse an St. Lukas sehr weit gefasst und entlasten den KGR spürbar.

Derzeit besteht der Bauausschuss aus 6 Personen.

Geleitet wird der Ausschuss von einer Diplom-Ingenieurin des Fachbereichs Architektur, die Mitglied des KGR ist. Drei externe Architekten beraten den Bauausschuss. Gemeinsam werden die anstehenden Baumaßnahmen betreut, die Gewerke ausgesucht, die Finanzierung mit all seinen Zuschussmöglichkeiten besprochen. Regelmäßig wird der KGR über den Stand der Maßnahmen unterrichtet.

Um die Arbeit des Bauausschusses an St. Lukas zu veranschaulichen, wird die anstehende Sanierung der Kirche beispielhaft herangezogen:

Im Jahre 2014 wird deutlich, dass die Kirche diverse Schäden an Mauerwerk, Bodenbelag, Holzbauteilen und Orgel aufweist. Der Bauausschuss nimmt die schadhaften Bauteile zu Protokoll und benachrichtigt im ersten Schritt das Baudezernat des Kirchenkreises. Dort stehen Fachleute zur Verfügung, die den Gemeinden beratend zur Seite stehen. Nach einer ersten gemeinsamen Begehung wird dem Augenschein nach festgestellt, dass es sich im Wesentlichen um Feuchtigkeitsschäden handelt. Nun werden Messgeräte aufgestellt, Orgel- und Holzsachverständige hinzugezogen, Architekten um Rat gefragt. Es werden Gutachten erstellt und ausgewertet. In der Zwischenbilanz wird diagnostiziert: Die dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raumklima schädigt Holz und Orgel.

Letztere wird daraufhin durch eine Orgelbaufirma im Rahmen einer anstehenden Wartung instand gesetzt. Der Preis einer solchen Wartung entspricht dem eines PKW der Mittelklasse. Um zukünftige Schäden dieser Art zu vermeiden, wurde eine aufwendige Lüftungsanlage in die Orgel eingebaut.

Notwendig bleibt jedoch weiterhin die dauerhafte Absenkung der Luftfeuchtigkeit im Kirchenraum – aber wie?

Vorgeschlagen wird, die Fenster der Kirche in der Nacht zu öffnen. Außerdem sei es notwendig, die Raumtemperatur der beheizten Kirche so weit wie möglich abzusenken, also die Besucher nur noch bei 16 Grad zu empfangen. Der Bauausschuss hält das für wenig hilfreich und sehr praxisfern und so wird gemeinsam mit den Architekten und dem Kirchenkreis Ursachenforschung betrieben: Wo kommt die hohe Luftfeuchtigkeit mit einem Mal her? Fachleute machen sich auf die Spur der Feuchtigkeitsquelle. Es wird festgestellt, dass die Regenrinnen bei starkem Regen das Wasser der großen Dachfläche unserer Kirche nicht in vollem Umfange ableiten können. Es überschwemmt die Rinnen und durchnässt das Erdreich an den Grundmauern. Als notwendig angesehen werden Bodenproben, von denen weitere Maßnahmen wie z.B. die Isolierung der Grundmauern abhängig sind. Als weitere Ursache der Durchnässung werden die seit 1938 im Boden liegenden Abwassersiele angesehen. Auch diese werden daraufhin untersucht und als abgängig eingestuft.

Ende September 2015 wird dem Bauausschuss als Ergebnis dieses Prozesses ein Angebot für die Instandsetzung der schadensursächlichen Bauteile unterbreitet.

Der Bauausschuss berät mit den Architekten und den Handwerkern über erforderliche Maßnahmen, fragt kritisch nach und / oder schließt sich den Empfehlungen der Fachleute an.

Der Bauausschuss unterrichtet den KGR, wo das Angebot in der Folge anhand von Arbeitsskizzen intensiv diskutiert wird. Letztlich wird der Beschluss gefasst, dieses Angebot an- zunehmen und umzusetzen.

Die Bodenproben wurden daraufhin bereits entnommen. Die baulichen Konsequenzen aus ihren Ergebnissen wer- den mit den Architekten und dem Baudezernat des Kirchenkreises abgestimmt.

Während der Ausführung der dann definierten Maßnahmen ist es Aufgabe des Bauausschusses, die anstehenden Arbeiten kritisch zu begleiten.

 

Kirsten David und Thomas Vagts (KGR)

Ausschüsse des KGRs


Verwaltungsausschuss – geschäftsführender Ausschuss:

  • Heidrun Kindt
  • Antje Studemund
  • Marco Trümper
  • Georg Warnecke

Gottesdienstausschuss:

  • Thorben Böttcher
  • Christina Iserhot
  • Georg Warnecke

Kinder- und Jugendausschuss:

  • Thorben Böttcher
  • Carsten Dehn
  • Christina Iserhot
  • Marco Trümper

Kindergartenausschuss:

  • Susanne Helbing
  • Antje Studemund
  • Dem Kindergartenausschuss gehören lt. gültiger Geschäftsordnung weiterhin an: Frau Kuschmierz-Mahlstedt (KiTa-Leitung), eine weitere Mitarbeiterin der KiTa und die gewählten Elternvertreter

Öffentlichkeitsausschuss:

  • Heidrun Kindt

Bauausschuss:

  • Antje Studemundt
  • Georg Warnecke

Seniorenarbeit

  • Anke Berlin
  • Heidrun Kindt