Aus dem gemeindeleben


St. Lukas nascht auf Reisen


„Ich sag euch, wie das hier läuft: Hier habt ihr Stift und Zettel. Sucht euch eure Sachen aus und schreibt sie auf. Aber die richtigen Namen, keine Fantasienamen. Sonst weiß ich nachher nicht, was ihr wollt.“


Mit freundlich-barschem Ton wurden wir vom „Naschikönig“ in Weseby begrüßt. Dieser  Programmpunkt war eines der Highlights während der Gemeindefreizeit an der Schlei. 500 verschiedene Sorten einzeln!!! zu kaufender Naschis warteten darauf, von den 36 Gemeindegliedern von St. Lukas gekauft zu werden. Und so kam es  dann, dass sich unsere gemeinsame Wanderung unfreiwillig verzögerte und der Zeitplan des Wochenendes leicht durcheinander geriet, weil Auswahl und die jeweilige Ess-Anleitung für die Süßigkeiten dann doch länger dauerten als ursprünglich geplant.


Passend zum Motto der Ausfahrt, „St. Lukas unterwegs“, besuchten wir einen sehr anregenden Gottesdienst der St. Andreas Gemeinde in Haddeby. Zweifelsfrei gab es hier inspirierende Elemente, die auch für St. Lukas überlegenswert wären, wie zum Beispiel die Form des Abendmahls.
Geplant haben wir die Reise im Vorfeld gemeinsam, so dass sich alle für das gemeinsame Wochenende verantwortlich fühlen konnten. Neben den geplanten Programmpunkten waren auch andere Facetten bereichernd: Anregende Gespräche, gemeinsames Spielen, das nette Miteinander der Kinder und Erwachsenen – das Wetter leider nicht. Das Wetter könnte im nächsten Jahr besser werden, denn dann findet die Reise bereits im September 2020 nach Borgwedel statt. In der traditionellen Oktoberwoche ist das Haus schon besetzt. Woanders wollen wir aber nicht hin. Es ist dort einfach perfekt für uns!

Zahl der Konfirmanden in St. Lukas steigt stark!


Konfis auf Gottsuche? …so hieß eine vor Jahren herausgekommene Arbeitshilfe für die Konfirmandenarbeit. Wenn man sich den allgemeinen Trend der Konfirmandenzahlen anschaut, dann könnte man meinen, dass es immer weniger Interesse an dieser „Gottsuche“ gibt.
Wir staunen immer wieder, dass dieser Trend in Fuhlsbüttel offensichtlich durchbrochen wird: im aktuellen Jahrgang, der in diesem Sommer gestartet ist, sind mit knapp 40 Mädchen und Jungen fast 60% mehr als im Jahrgang davor. Wirklich klasse! Im November fahren wir auf eine erste Wochenendfreizeit ins Schloss Ascheberg – und freuen uns auf viele „Gott-such-Momente“ bis zur Konfirmation im April 2021.
Mein Wunsch an die Erwachsenen in unserer Gemeinde: heißt unsere Konfis immer wieder willkommen, zeigt Interesse und gebt ihnen die Möglichkeit, sich als Teil der Gemeinde zu verstehen. Man sagt: „Die Jugend von heute ist die Gemeinde von morgen“ – ich würde eher sagen: Die Gemeinde von morgen ist hoffentlich eine Gemeinde aus Jung und Alt – und damit sie das wird, sollten wir das am besten schon heute umsetzen!

Gemeinde feierte den 126. Geburtstag bis in den frühen Morgen


So gegen halb vier am Sonntag Morgen konnte DJ Smover sein Musik-Equipment einpacken – so lange feierten bis zu 150 Gäste ausgelassen den 126. Geburtstag der St. Lukas-Gemeinde. Auch Pastorin Johanna Thode war unter den Gästen, die sich am 24. August 2019 im toll geschmückten Gemeindesaal zur Party trafen. Und wie schon bei der ersten großen St. Lukas-Party im  ergangenen Jahr war wieder alles dabei: Viele altbekannte, aber auch viele neue Gesichter, angeregte Gespräche am Rande der Party und natürlich ausgelassener Tanz zu den Rhythmen von DJ Smover. Das schreit nach einer Fortsetzung.

Theateraufführung David und Goliath vom Kinderchor am 23.6.19


Es regnet, ein alter Mann geht am Stock, eine  fröhliche Kinderschar umringt ihn und ruft laut: Opa Ludwig. So beginnt das Theaterstück „David und Goliath“, das Bastiane Becker-Foß mit ihrem Kinderchor aufführt.
Es geht um die Geschichte aus der Bibel vom  kleinen Hirtenjungen David. Nur mit einer Steinschleuder bewaffnet, tritt er gegen den Riesen Goliath an und besiegt ihn. Allein der Glaube an Gott trägt ihn. Im Theaterstück erzählt Opa Ludwig den Kindern diese Geschichte.

Es ist mutig, wie die Kinder der ersten bis fünften Klasse auf die Bühne treten und ihre Texte laut in eine ziemlich volle Kirche sprechen. Sie singen Lieder gegen den Krieg, und machen uns Erwachsenen damit Mut auf eine Zukunft in Frieden.
Die heutigen Viertklässler waren vor Jahren auf die Unterstützung der Großen angewiesen und spielten nur kleine Text-Rollen. Heute helfen sie den Kleinen und tragen das Stück. Dieser Zusammenhalt der Kinder macht uns Eltern Mut, dass unsere Kinder in einer starken Gemeinschaft aufwachsen. Die Aufführung findet im Rahmen eines Gottesdienstes ohne Anwesenheit einer Pastorin oder eines Pastors statt. Die Gemeinde gestaltet ihn selbst. Sie spricht Fürbitten zu aktuellen Krisen. Sie klatscht und jubelt. Ein Kind liest einen Psalm Davids vor. Eine engagierte Kirchenmusikerin nimmt sich Zeit für die Kinder und scheut keine Mühe. Sie schenkt ihnen mit dem Gelingen dieses Theaterstückes ein besonders schönes Erlebnis. Das alles stimmt mich zuversichtlich und lässt die Geschichte des kleinen Hirtenjungen, der allein durch seinen Glauben den Riesen besiegte, ganz aktuell erscheinen.
Wer möchte, dass sein Kind ebenfalls an so einem wunderbaren Projekt teilnimmt, der lässt es dienstags von 16:15 bis 17:10 Uhr im Gemeindesaal singen. Alle halbe Jahr führt der Kinderchor ein Theaterstück auf.

Text & Bilder: Anke Kühne

Herzlich Willkommen


Fuhlsbüttel wächst! Seit Sommer 2018 gibt es in der Flughafenstraße 64-82 / Ecke Ohkamp eine Unterkunft mit Perspektive Wohnen (UPW) für geflüchtete Menschen mit Bleibeperspektive.
Die UPW Flughafenstraße ist eine  öffentlichrechtliche Einrichtung und wurde für die
nächsten 15 Jahre von fördern & wohnen
(f & w) angemietet.
Seit Herbst 2018 sind ungefähr 550 Personen
in 124 Wohnungen eingezogen. Es sind hauptsächlich Familien aus Afghanistan, Syrien, dem Irak, Iran, Eritrea und Somalia. Im November 2018 tagte zum ersten Mal der „Runde Tisch Flughafenstraße“. Er dient zum einen der Information über den Sachstand in der Wohnunterkunft, zum anderen werden an dieser Stelle ehrenamtliche Angebote aufgenommen.
Voraussetzung für die Arbeit Ehrenamtlicher ist, dass gemeinsam mit der Einrichtungsleitung ein sinnvoller und verbindlicher Rahmen für den ehrenamtlichen Einsatz vereinbart wird. Zuständig für die Koordination der Runden Tische und Einladungen ist das Bezirksamt Hamburg-Nord. Wie kann die Integration der neuen Bewohnerinnen und Bewohner der UPW in die neue Nachbarschaft gelingen?
Wie kann das Zusammenleben gemeinsam lebenswert gestaltet werden? Mit diesen zentralen Fragen sowie mit Vorschlägen und Projektideen beschäftigt sich der Quartiersbeirat Ohkamp, der bereits 2016 eingerichtet wurde und das Entstehen der UPW bisher begleitet hat. Laut Geschäftsordnung gehören dem Gremium neben beratenden Mitgliedern auch stimmberechtigte NachbarInnen sowie VertreterInnen verschiedener sozialer und kultureller Einrichtungen an – wie z. B. die Interessengemeinschaft Lentersweg e.V., Kitas und Schulen, Sportvereine, Kirchengemeinden und Bürgervereine. St. Lukas wird im Beirat z. Zt. von Frau Prante vertreten.
Sowohl der Runde Tisch Flughafenstraße als auch der Quartiersbeirat Ohkamp finden viermal im Jahr statt. Die Sitzungen sind öffentlich, d.h. jede und jeder sind willkommen, der/ die sich engagieren möchte.
Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich gerne an das Quartiersmanagement (Sina Rohlwing, TOLLERORT entwickeln & beteiligen, E-Mail: ohkamp@ tollerort-hamburg.de, www.gemeinsam-in-fuhlsbuettel-nord.de).
Am Freitag, den 14. Juni, ab 14 Uhr, lädt f & w zu einem Willkommensfest auf dem Außengelände der Unterkunft ein (Flughafenstraße 64-82). Es ist eine gute Gelegenheit, unsere neuen Nachbarn kennenzulernen. Vielleicht fühlen sich LeserInnen angesprochen und kommen vorbei.

Krista Prante

Punkt 7 Gottesdienst: "Eine neue Richtung einschlagen"


Anders als sonst: Beim Punkt 7 Gottesdienst am 25. Januar war alles etwas anders. Anstatt wie gewohnt die normale Eingangstür des Gemeindehauses zu benutzen, wurden alle Gottesdienstbesucher zur Nebentür umgeleitet.

 

Dort warteten inspirierende Sprüche und Zitate rund um das Thema „Eine neue Richtung einschlagen“. Optisch unterstützt bereits zum Anfang der Veranstaltung, wurden alle Gäste mit musikalischer Untermalung durch „Like a bridge over troubled water“ (Simon & Garfunkel) und beeindruckenden Bildern von Wegen jeder Art auf das Thema eingestimmt.

 

Der Gottesdienst war sehr facettenreich: aktive Elemente wie Gesprächsrunden, es gab gestalterische Elemente wie Theater und Gebetstationen, eine sehr kurzweilige und inspirierende Kurzpredigt unseres Gastpredigers Pastor Andreas Wendt und themenbegleitende Musik sowie ein liebevoll gestaltetes Büffet mit kleinen Köstlichkeiten.

 

„Neue Wege gehen“ hat mich rundherum inspiriert, die eine oder andere Richtung selbst noch einmal zu überdenken oder zu hinterfragen und vielleicht außerhalb meiner Komfortzone Neues zu wagen. Es ist ein tolles Gottesdienstformat, das von Jung und Alt in der Gemeinde gleichermaßen wahrgenommen wird. Um sich von diesem Format selbst ein Bild zu machen, sind alle Interessierten herzlich eingeladen, den nächsten Punkt 7 Gottesdienst zu besuchen oder sogar aktiv mitzugestalten! Es lohnt sich!

Stimmen zu Punkt 7
Andreas Wendt (Gemeindepastor aus Bargfeld-Stegen und Gastprediger bei Punkt 7:

„Auch in meiner Gemeinde gibt es ein solches Gottesdienstformat. Diese Form des Gottesdienstes bietet vielen Gemeindemitgliedern die Möglichkeit, kreativ zu sein und sich aktiv einzubringen – sei es mit Musik oder Texten; es ist schön zu sehen, welches kreative Potential eine Gemeinde in sich birgt. Und das ist auch in St. Lukas zu spüren gewesen!“


Fiona: „Der Mix aus Theater, Musik und Aktionen ist spannend – alles ist etwas moderner!“


Paula: „Punkt 7 am Freitagabend ist zeitlich ideal gelegen: die Woche liegt hinter einem, man kann sich auf das Wochenende mit den Impulsen des Abends einstimmen. Man kann hier etwas selber machen, anstatt nur zu konsumieren. Außerdem ist dieses Gottesdienstformat auch für Nichtkirchgänger interessant!"

"Jauchzet! Frohlocket!"


So erklang es am 16. Dezember 2018 in der St. Lukas Kirche bei der Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium (I-III). Die Aufführung war ein voller Erfolg und hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht.
Das gilt nicht nur für uns vom Chor, sondern auch für die Solistinnen und Solisten und das Barockensemble Renate Gentz. Besonders schön war es, dass wieder viele Gastsängerinnen und -sänger mitgemacht haben.


Dadurch konnten wir einen vollen Chorklang erreichen, der mit unserer kleinen St. Lukas Kantorei allein nicht möglich gewesen wäre. Mit Sängern und Musikern gibt es inzwischen schon gewachsene Kontakte, und man freut sich, sich wieder zu sehen und gemeinsam zu musizieren. Auch vom Publikum gab es begeisterte Reaktionen.

Ein Zuhörer meinte sogar, unsere Aufführung sei besser gewesen als das Weihnachtsoratorium im Michel. So dicke Lorbeeren wollen wir uns nicht an die Brust heften, aber wir können uns vorstellen, dass es hier mehr um das emotionale Miterleben ging.

 

Durch die intimeren räumlichen Verhältnisse in St. Lukas entsteht eine viel engere Verbindung zwischen Muszierenden und Zuhörern. Schon während des Konzerts konnte man spüren, wie das Publikum mitging.

Ganz wesentlich trägt dazu auch unser bewährtes kleines, aber feines Barockensemble von Renate Gentz bei. Während in den großen Hauptkirchen meist größere Orchester mit modernen Instrumenten zum Einsatz kommen, legt Bastiane Becker-Foß aus gutem Grund großen Wert darauf, alte Musik mit Barockinstrumenten aufzuführen.

Das gibt den Konzerten immer ein besonderes Flair und einen warmen Klang. Das kommt auch in einer Mail zum Ausdruck, die einer der Solisten nach dem Konzert an Bastiane Becker-Foß geschrieben hat:

 

„…ich möchte mich noch einmal für das  tolle Konzert am Sonntag bedanken. Es hatwirklich wahnsinnig viel Spaß und Freude gemacht (…) Am Abend darauf habe ich in Dublin die gleichen Kantaten (…) aufgeführt und oft die flexible Musikalität und Innigkeit unseres Konzertes vermisst.“

 

Für uns geht jetzt die Probenarbeit weiter, und wir freuen uns schon auf den 8. Dezember 2019, an dem wir die Teile IV – VI des Weihnachtsoratoriums aufführen wollen. Daneben proben wir auch schon für eine Aufführung der Schöpfung von Josef Haydn, die für 2020 geplant ist. Für beide Konzerte sind uns auch Mitsängerinnen und -sänger willkommen. Wer noch keine Chorerfahrung hat und die Werke noch nicht kennt, sollte aber schon ab jetzt an den Proben (Montags von 19.15 bis 21.30) teilnehmen.
Informationen bei: Bastiane Becker-Foß, bastiane@gmx.de, Tel. 040-6433828

A. Dietert und A. Goldflam

Rückblick auf viele schöne          Punkt 7 Gottesdienste


Ehrenamtliche gesucht


Unterstützung der Senioren im Seniorenkreis!

 

Wenn Sie Lust und Zeit haben, ältere Menschen in unserer Gemeinde im Rahmen des Seniorenkreises (freitags nachmittags) zu begleiten und zu unterstützen, dann freuen wir uns. Es könnte dabei um das Herrichten der Räumlichkeiten, Vorbereiten und Bereitstellen von Kaffee und Keksen (oder Kuchen?) gehen, Unterstützung beim Abwasch usw. Auch inhaltliche Mitgestaltung des Kreises wäre je nach eigenem Wunsch und Möglichkeiten denkbar – aber nicht zwingend notwendig.

 

Aufgewendete Ausgaben im Rahmen dieser Tätigkeit werden selbstverständlich (gegen Beleg) erstattet. Zeitaufwand: pro Woche zwischen 2-4 Stunden, je nach Absprache und eigenen Möglichkeiten/Ideen.

 

Bitte bei Diakon Willem F. Heins unter 040-51320599 oder wfheins@web.de melden.

 

Der Basar: Gute und schlechte Nachrichten


Es ist jedes Jahr schön anzusehen: Viele Menschen drängeln sich auf dem Kirchplatz, und viele freiwillige Helfer, die den Basar erst möglich machen. Zunächst die gute Nachricht. Der Basar hat wieder eine Einnahme von 21.829,00 EUR erzielt. Das wird nach Abzug aller Kosten ein Reingewinn in Höhe von 15.000,00 EUR sein. Dieser Betrag hilft unserer Gemeinde, viele sinnvolle Dinge zu organisieren. Ein großer Dank gilt allen kleinen und großen Helfern. Vor allem aber möche ich Erika Ripken und Friedrich Stuhr danken, ohne die der Basar so nicht möglich wäre. Leider wird aufgrund fehlender, freiwilliger Arbeitskräfte die Durchführung des Basar künftig in dieser Form nicht möglich  sein.
Interessierte, die Lust haben, den Basar wie gewohnt oder in einer neuen Art und Weise fortzuführen, melden sich gerne im Gemeindebüro. st.lukas@gmx.de

Antje Studemund

Unsere Welt... "Far Away" & "Back Home"


Unter diesem Motto nahm am 29.11.2018 der SCALA-Chor seine vielen treuen Fans in der St. Lukas-Kirche in Hamburg-Fuhlsbüttel mit auf eine musikalische Reise „In die weite Welt“ und wieder „Zurück nach Haus“.

 

 

 

Das breitgefächerte und abwechslungsreiche Programm begann mit einem Indianer-Song und dem Lied „Dat Joar geiht to Ind“ von Rolf Zuckowski. Der Kanon „Nach dieser Erde“ machte die Stimmung nachdenklich, die sich aber ganz rasch durch ein lustiges „Jägerlied“ wieder aufheitern ließ. Mit einer finnischen Volksweise ging’s „Über den Berg“, mit Rod Stewart’s „Sailing“ und dem Seemannslied „Rolling home“ wieder gen Heimat, begleitet von südafrikanischen und irischen Reisesegenswünschen. Auch das alte deutsche Lied von H. Isaac (1450-1517) „Innsbruck ich muss dich lassen“ war zu hören.

 

 

 

Musikalisch wieder in der Heimat angekommen, wurde gemeinsam mit dem Publikum „Kein schöner Land“ besungen.

 

 

 

Werke von Mendelssohn-B. und W. Friedrich mit Texten von J. v. Eichendorff, Lieder von Knut Kiesewetter, Leonard Bernstein und ein wunderschönes Klavier Intermezzo des Chorleiters Martin Schönfeldt rundeten das Programm ab. Angelika Neffe begleitete am Klavier.

 

 

 

Kleine Gedichte, Allegorien und Witze, von den Chormitgliedern ausgewählt und zwischen den Liedern vorgetragen, lockerten das Ganze auf.

 

 

 

Mit „Hewenu shalom“, Mozart‘s „Ecco quel fiero“ und dem mit dem Publikum gemeinsam gesungenen Lied „Country Road“ endete die Aufführung.

 

 

 

Mit dem letzten Ton fiel die Anspannung von allen ab und die Gesichter zeigten ein erleichtertes Lächeln. Man sah allen ganz deutlich ihre Freude am Singen an. Der kräftige Applaus war wohlverdient und es war, wie immer, ein schöner Abend.

 

 

 

„WHAT A WONDERFUL WORLD!“…...Nicht wahr?                                                        G. H. und A. G.

 

Übrigens: Wer im Scala-Chor mitsingen möchte, ist herzlich eingeladen; jeweils donnerstags,

 

 19.15 – 21.00 Uhr, im Gemeindehaus der St. Lukas-Kirche.

 

 Alle Stimmen sind herzlich willkommen, ganz besonders gesucht sind Bass und Sopran.

 

„Du bist gefragt!“ – oder: alter Schwede, war das eine tolle Freizeit...


„Du bist gefragt“ – so hieß das Motto unserer diesjährigen Sommerfreizeit. Am 8. Juli brachen insgesamt 31 Jugendliche im Alter von 13-19 Jahren auf, um gemeinsam mit ihren 10 Mitarbeitern (& drei Küchenfeen) 14 interessante Tage in Langserum (Südschweden) zu erleben! Soweit die Zahlen – aber was steckt dahinter? „Du bist gefragt!“ zum Ersten: Es war wirklich mega-spannend, allein die vielfältige Zusammensetzung der Gruppe zu erleben: da waren Leute aus Eidelstedt, Nettelnburg,
Geesthacht, Hameln – und natürlich aus Fuhlsbüttel! Jeder war gefragt, mit seinem Charakter, seinen Ansichten, seinen Talenten. Kennen lernen konnte man sich z.B. auf den Zimmern (in echten schwedenroten Bungalows), bei den Kleingruppen, die sich an jedem Vormittag intensiv mit den biblischen Themen beschäftigt haben, oder auch bei den vielen Spielen (z.B. Schwedenabend, Schlag den Mitarbeiter, Oscar-Night) und Workshops (z.B. schwedisches Basteln, Frisbee, Kanu fahren, Jugger usw.)!
„Du bist gefragt!“ zum Zweiten: sehr gefragt bei uns war auch unser schönes Ziel in Smaland, die schöne, raue und eigenwillige Landschaft Schwedens inklusive des überwiegend sehr sonnigen Wetters... Wir genossen die direkte Umgebung mit einem Super-Gelände (Lagerfeuerstelle, Fußballplatz, einem schönen See mit Kanu- & Bademöglichkeit) und die Ausflüge in einen Elchpark und eine „Boda- Borg“ sowie nach Göteborg und auch die vielen kleinen Spaziergänge durch die schwedische „Pampa“!
„Du bist gefragt!“ zum Dritten: schließlich und nicht zuletzt haben wir auch Jesu Fragen an uns (neu) gehört! In den sehr spannenden Bibelarbeiten, den Andachten, einem sehr eindrucksvollen Werkstatt-Gottesdienst und auch in vielen kleinen Gesprächen zwischendurch haben wir tolle neue Impulse für den Glauben bekommen! Auch das viele Singen & die Angebote zur persönlichen Stille mit Gott haben allen ’ne Menge gebracht!

Willem Heins

Brot für die Welt unterstützt Partner in Sierra Leone


Ali Sesay aus dem westafrikanischen Sierra Leone hat sich seine Sorgen nie anmerken lassen. Nicht, als ihm das Geld fehlte, um Schuluniformen für die Kinder zu kaufen. Nicht, als er ihnen weder Stifte noch Hefte besorgen konnte und sich deswegen  schämte vor dem Lehrer und seinen Nachbarn. Und selbst dann nicht, als der Ertrag seines Reisfelds Jahr für Jahr geringer ausfiel und seine Familie nie genug zu essen hatte. Der Kleinbauer wollte unbedingt einen Weg aus der Armut finden, um seinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch er wusste nicht wie. Umso glücklicher war er, als Mitarbeitende der Siera Grass-roots Agency (SIGA), einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, in sein Dorf Mamorka kamen und den Ärmsten der Armen ihre Unterstützung anboten ‒ unter der Voraussetzung, dass sie selbst mit anpacken würden. Das hat Ali Sesay getan. Heute muss niemand in seinem Haushalt mehr Hunger leiden. Und seine Kinder gehen zum Unterricht ‒ ausgestattet mit allen Dingen, die sie zum Lernen brauchen. Früher kam SIGA für einen Teil der Schul-Kosten auf. Doch das hat sich längst geändert: Weil die Mitarbeitenden der Hilfsorganisation ihm und den anderen Männern des Dorfes beibrachten, wie man neue Sorten von Maniok und Reis erfolgreich anbaut, fahren die Bauern von Mamorka nun Jahr für Jahr reiche Ernten ein. „Mein Ertrag hat sich verdoppelt“, erzählt Ali Sesay. Und deshalb kann er heute stolz sagen: „Die Saat ist aufgegangen.“.
Die Graswurzelorganisation SIGA wurde 1989 gegründet, um arme und benachteiligte Menschen zu unterstützen. Ein Schwerpunkt dabei liegt auf der Bildung. Das von Brot für die Welt unterstützte Projekt im Distrikt Tonkolili ermöglicht 200 Kindern zwischen 6 und 13 Jahren den Schulbesuch und schult ihre Eltern in nachhaltiger Landwirtschaft, so dass sie höhere Einkünfte erzielen.

Text und Foto: Helge Bendl


Helfen Sie helfen. Spendenkonto Bank für Kirche und Diakonie
IBAN : DE 10 1006 1006 0500 5005 00 BIC : GENODED1KDB

Tierischer Mitbewohner in der KITA: Fussel ist da


Was wohl einige nicht wissen, neben den Kindern und den Erzieherinnen gibt es in unserer KiTa auch tierische Mitbewohner: Hasen! Bis vor kurzem lebten hier seit ca. zehn Jahren Leopold und Gandalf in Form einer Hasenwohngemeinschaft im Außenbereich der KiTa. Täglich müssen die Kinder nach den beiden Hasenfreunden schauen, ob sie genug zu essen und zu trinken haben, ob die Toilette sauber gemacht oder der Stall ein wenig
ausgemistet werden muss. An jedem Wochenende ist es Aufgabe eines Kindes, den Hasendienst zu übernehmen.
Dann heißt es, den Schlüssel für den Stall am Freitag mitzunehmen, die Hasen mit Essen und Trinken zu versorgen und den Stall sauber zu halten. Wenn man dann schon einmal in der Kita ist, darf man natürlich auch kurz im Außenbereich noch ein wenig spielen.

Auch die Krippenkinder können sich an den Hasen erfreuen und übernehmen einmal in der Woche mit großer Freude den Hasendienst.

Jedem Abschied wohnt ein Neuanfang inne: Fussel ist da! Leider leben auch Hasen nicht ewig. Daher gab es Ende 2017 zwei traurige Tage, an denen Leopold und dann Gandalf gestorben sind. Die Kinder waren sehr traurig, haben zu Hause den Eltern vom Tod der Hasen, jedes Kind auf seine Art und Weise, erzählt. Pastor Warnecke sorgte dafür, dass die Kinder sich von den beiden verabschieden konnten und die beiden ihre letzte Ruhestätte bekamen. Zwischenzeitlich gibt es nun einen neuen Mitbewohner. Dürfen wir vorstellen: Fussel! Als Mutter musste ich erst einmal schmunzeln, als mein Sohn meinte, ein Fussel wohnt jetzt in der KiTa. Ja, auch die Reinigungskräfte übersehen mal Kleinigkeiten, dachte ich. Aber am nächsten Tag zeigte mir mein Sohn den weißen Fussel im Stall. Der neue Mitbewohner hat sich mittlerweile gut eingelebt und bekommt Anfang 2018 sogar einen neuen Hasenpartner. Schön, dass die Kinder auf diese Art und Weise mitbekommen, dass Tiere auch Lebewesen sind, um die man sich täglich kümmern und für die man Verantwortung übernehmen muss. Wir sind schon gespannt, wie es in der Hasen-WG in 2018 weitergehen wird!


Rebecca Koch

"... und alles für einen guten Zweck!"


Stefan Iserhot-Hanke unterstützt von Mitja Balschat an der Linoldruckpresse
Stefan Iserhot-Hanke unterstützt von Mitja Balschat an der Linoldruckpresse

„Ach, das ist doch das Fest, bei dem wir letztes Jahr unsere tiefen Teller gekauft haben!“, stellt mein Jüngster erfreut fest, als er den Aufbau vorm Gemeindehaus und der Kirche schon von weitem sieht. „Das stimmt genau!“, lobe ich ihn und ergänze, dass wir in diesem Jahr ein paar neue flache Teller gebrauchen könnten.
Pünktlich um 12 Uhr öffnen sich die Türen zum Gemeindehaus. Zu Beginn ist es so voll, dass wir uns entscheiden, erst von der Erbsensuppe und vom reichhaltigen Kuchenbüffet zu probieren, bevor wir uns ins Gewühl stürzen.
Beim Essen kommen wir ins Gespräch mit einer Dame, die uns erzählt, dass sie bereits vor 82 Jahren in St. Lukas getauft wurde. Und so sitzen hier Alt und Jung im Zelt und genießen die Atmosphäre. Gut gestärkt drängle ich mit den lieben Kleinen zum Lostopf. Uns werden verkaufsfördernde Sprüche wie: „Alles für einen guten Zweck“ und „Jedes 5. Los gewinnt“ zugerufen. Das letztere Versprechen halten unsere 20 gekauften Lose nicht annähernd, aber das ist auch egal. Die Begründung dafür gibt ja die erste Aussage.

Alle verkauften Waren sind Spenden. Die Erlöse des Basars 2017 in Höhe von 19077,16 € sind für Turiani (1.500 €), für Kinder-Nothilfe-Patenkinder (1.000 €) und der Hauptteil für die eigene Gemeindearbeit. Basarchefin Antje Studemund berichtet stolz, dass 160 hilfsbereite Gemeindemitglieder und zahlreiche Konfirmanden den Basar vorbereiten und bei der Durchführung mit anpacken. Das Angebot reicht traditionell von Glas- und Metallwaren, Porzellan, Kunsthandwerk und Kindersachen über Bücher und Kleinelektro bis hin zu Damen- und Herrenkleidung. Neu ist in diesem Jahr die Linoldruckwerkstatt (Fotos), bei dem jedermann unter Anleitung die ersten Weihnachtskarten herstellen kann. Dazu erklingt Flötenmusik, und es kommt in der Kirche tatsächlich schon ein bisschen Weihnachtsstimmung auf.
So haben wir am Ende des Tages zwar keine Teller nach unserem Geschmack gefunden, aber dafür tragen wir einen Obstkorb und eine „dezente“ Glasvase in türkis mit Dauerblumen nach Hause.
Und zum Abendbrot gibt es eine frisch geräucherte Forelle, von der wir sehr gerne noch eine gehabt hätten. Aber das merken wir uns fürs nächste Jahr und schlagen dann richtig zu!

M. Balschat

Der Kirchgemeinderat von St. Lukas


Bei den KGR-Wahlen wurden – in alphabetischer Reihenfolge – folgende Personen in’s Amt gewählt:

  • Anke Berlin
  • Thorben Böttcher
  • Carsten Dehn
  • Susanne Helbing
  • Christina Iserhot
  • Antje Studemund
  • Marco Trümper

Regionalisierung – Zauberwort oder ...?


Auch in Landeskirchen außerhalb unserer „Nordkirche“ ist es schon länger eine zentrale Zukunftsfrage, wie die Arbeit in einer Region durch verbindliche Zusammenarbeit verbessert werden kann.

Vor sinkenden Mitgliederzahlen und da- mit auch langfristig sinkenden Einnahmen dürfen wir nicht die Augen verschließen. Nach wie vor begegnet Kirche den meisten Menschen als Ortsgemeinde, als Kirche im Dorf oder im Stadtteil und wenn möglich als „Vollsortimenter“ mit Ange- boten für Kinder, Jugendliche, Senioren, Familien,  Alleinerziehende,  Menschen, die noch oder wieder auf der Suche nach

„ihrem“ Glauben sind, Musikinteressierte. Aber in einer Zeit zunehmender Individualisierung gewinnen Formen kirchlicher Arbeit an Gewicht, die nicht mehr an die Ortsgemeinde gebunden sind.

Die Chancen der Regionalisierung liegen auf der Hand: in einer Region können differenziertere Angebote gemacht werden, die einzelne Gemeinde kann ein eigenes Profil entwickeln und wird gleichzeitig von dem Druck befreit, „alles“ anbieten zu müssen, und damit können am Ende Ressourcen geschont werden, finanzielle und menschliche.

Bevor in einer Region eine formale Struktur eingeführt wird, sollten die Inhalte der regionalen Zusammenarbeit geklärt wer- den: welche gemeinsamen Projekte sollen verwirklicht werden, welche Schwerpunkte will man setzen, welche Arbeitsbereiche sollen in Verantwortung der einzelnen Gemeinde bleiben und an welchen Stellen ist funktionale Arbeitsteilung gewollt.

In den nächsten Schritten kann dann die Rechtsform der Zusammenarbeit in der Region diskutiert und entschieden werden. Hier sind – mit zunehmender Verbindlich- keit – verschiedene Formen denkbar, be- ginnend mit einer „Kooperation ohne ver- tragliche Grundlage“ über eine „Arbeitsgemeinschaft mit gemeinsamer Satzung“ und einen Kirchgemeindeverband bis hin zu einer Fusion, bei der die bisher beste- henden Gemeinden als Körperschaften aufgelöst und in eine neue Gemeinde überführt werden. (Quelle)

Was hat das nun mit der Region „mittleres Alstertal“ und der Tatsache, dass St. Lukas sich eine Auszeit von der Mitarbeit in der Region genommen hat, zu tun, mögen Sie fragen. Eine Menge, finde ich! Als ich diesen „Ablaufplan für eine gelunge- ne Regionalisierung“ las, wurde mir noch einmal ganz deutlich, was vielen von uns, die schon länger an diesem Regionalisierungsprozess mitarbeiten, irgendwie immer ein gewisses Unbehagen bereitet hat. Wir alle, nicht nur St. Lukas, haben die Regionalisierung nie wirklich als Prozess begriffen, der, wenn er gelingen soll, ernsthaft und Schritt für Schritt gegangen werden muss.

Die Zusammenführung mehrerer Gemeinden in eine Region blieb zunächst ohne Auswirkungen in der täglichen Arbeit. Durch den Wegfall von Pastorenstellen kam es dann zu teilweise nicht unerheblichen Über- oder Unterdeckungen in der pastoralen Versorgung der  Gemeinden in der Region. Daraufhin haben sich die Gemeinden in der Region an einen Tisch gesetzt, um Lösungen zu finden.

Seit 2013 haben wir in der Region eine befristete regionale Pfarrstelle. Doch auch hier ist es uns noch nicht gelungen, alle Chancen zu nutzen, die eine solche Stelle bietet. Pastor Barkowski hat mit seiner „Klingenden Kirche“ wunderbare Gottesdienste angeboten, doch einzig die „Alstertaufe“ war ein Projekt, das von allen Ge- meinden gemeinschaftlich ausgestaltet wurde.

Mit der Gebäudedatenerfassung und nachfolgend dem Standortnetzplan wurde dann der Druck auf viele Gemeinden spürbar stärker. In vielen Gemeinden kamen Fra- gen auf. Was bedeutet „nicht förderungswürdig“? Haben wir in der Vergangenheit keine gute Arbeit geleistet? Ist unsere Kirche nicht mehr gut genug, wie soll es weitergehen ...?

Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber und hat einmal mehr dazu geführt, dass versucht wurde, den Prozess der Regionalisierung mit dem letzten Schritt zu be- ginnen – „Wir stellen uns mal vor, wir sind eine einzige (fusionierte!) Gemeinde, wie sollte die dann aussehen?“. Das konnte und wollte der KGR so nicht mehr mittragen, deshalb haben wir die Anfrage des Regionalausschusses nach „Mitarbeit von St. Lukas ja oder nein“ mit einem „zunächst nicht“ beantwortet.

Das bedeutet keinesfalls, dass damit alle Türen auf immer und ewig zu sind; im Gegenteil: es wäre schön, wenn es uns in der Region gelänge, in eine echte inhaltliche Diskussion einzusteigen, aus der sich dann die für unsere Region beste Rechtsform der Zusammenarbeit ergibt.

Noch können wir die Form der „Kirche im mittleren Alstertal“ gestalten, ob das in fünf oder zehn Jahren noch so sein wird,  ist  allerdings  mehr  als  unsicher.

Claudia Scherf

Konfirmandenzeit: Mehr als Unterricht


Frage ich die Konfirmanden nach den Highlights und den eindrücklichsten Erlebnissen der Konfi-Zeit, so werden immer wieder die Freizeiten genannt.

Für die einen ist es die Sommerreise nach Norwegen und für andere die Herbst-Kurzfreizeit in Hanstedt – in Kombination mit einer Abschlusstour über Pfingsten 2016 bei Plön (Schloss Ascheberg).

Eindrucksvoll und schön sind diese Zeiten wohl vor allem deshalb, weil wir dort „Leben teilen“: miteinander essen, spielen, diskutieren, schwitzen, lachen, beten und vieles mehr.

Und das zeigt auch etwas Wichtiges für die normalen Konfi-Stunden in jeder Woche: wir wollen miteinander das Leben als Christen im ALLTAG entdecken und so gut es geht „durchbuchstabieren“.

Dass dies nicht mit der Konfirmation endet, sondern einen guten Anfang nimmt, zeigen uns viele ehrenamtliche Teamer, die selbst vor ein paar Jahren hier konfirmiert wurden (wenn ihr das gerade lest: ein DICKES Dankeschön an euch für all euer Engagement!!!) – und das zeigt auch, dass viele von euch Lust haben, weiterhin dabei zu sein: sich zu engagieren oder zu treffen – in eurer Kirchengemeinde, die für manche in die- sem Jahr ein Stück zu Hause geworden ist.

Von daher: euch allen eine schöne Konfirmation und die Gewissheit, dass Gottes JA auch weiterhin mit euch geht – lange über euer JA zu ihm am Tag der Konfirmation hinaus!

Euer Willem & Pastor G. Warnecke

Fast 70 Jahre Gemeindechor St. Lukas


Foto: P. Gebauer
Foto: P. Gebauer

Wussten Sie, dass der Chor unserer Kantorei der älteste Kreis der Gemeinde ist?

Alles hat seine Zeit: Im Jugendkreis sind üblicherweise keine Senioren und im Seniorenkreis keine Jugendlichen. Im Chor ist das anders. Er besteht durch- gehend mindestens seit 1948. Zwei Chorsängerinnen sind schon seit 1954, bzw. mit Unterbrechungen seit 1956 nach ihrer Konfirmation Mitglieder des Chores.

Der Chor probt – außer in den Schulferien – regelmäßig am Montagabend im Gemeindehaus, häufig auch öfter, wenn große Werke im Gottesdienst oder Konzerte geplant sind.

Die Leitung hatten zunächst die Kantoren Fritz Strauch und Christian Goltzsch und seit 1982 Bastiane Becker-Foß, die seit 1982 nur eine halbe Kirchenmusikerstelle besetzt hat.

Neben dem Singen im Gottesdienst haben wir im Laufe der Jahre große kirchen- musikalische Werke aufgeführt, z. B. „Israel in Ägypten“ von G. F. Händel, „Die Schöpfung“ von J. Haydn, mehrfach die „Johannespassion“ und das „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach, den „Elias“ von F. Mendelssohn – Bartholdy und das „Requiem“ von W. A. Mozart. Auch die kleineren Werke, z. B. Messen von L. Cherubini bis Rossini, Kantaten und Motetten von Bach, Schütz und anderen haben wir gern gesungen.

Eine schöne Abwechslung waren weltliche Konzerte, u.a. die „Zigeunerlieder“ von J.Brahms, ein Sommerkonzert mit dem Spaßlied „Die Forelle“, das durch alle Musikstile von Barock bis zur Ge- genwart führt und das Singspiel „Der Sängerkrieg der Heidehasen“ von James Krüss.

Und wir haben wiederholt an der Nacht der Chöre in St. Petri teilgenommen, u.a. mit „Ich habe einen Traum“ nach Martin Luther King von Stefan Hanke und der „Jazzmesse für Frauenstimmen und Schlagzeug“ von Bob Chilcott. Gelegentlich veranstalten wir Chorfreizeiten mit intensiven Proben und viel Spaß. In den fünfziger und sechziger Jahren fuhren wir regelmäßig in den Herbstferien für eine Woche nach Loccum in die Jugendherberge und sangen im schönen Zisterzienserkloster. Da waren die meisten Chormitglieder noch Schüler.

Aber die Zeiten haben sich geändert und das Durchschnittsalter der Sänger ist gestiegen, deshalb finden die Freizeiten jetzt an den Wochenenden statt. Vor einigen Jahren waren wir z.B. auf dem Koppelsberg bei Plön, später in Oeverdiek (Timmendorfer Strand) und in Sahlenburg bei Cuxhaven mit einer Wattwanderung nach Neuwerk.

Wir feiern auch gern. Mehrfach im Jahr und nach Konzerten sitzen wir fröhlich zusammen, klönen und stärken uns an einem reichhaltigen Büffet, für das jeder etwas mitbringt.

So sind im Chor langjährige Freundschaften entstanden und Ehen fanden dort ihren Anfang.

Zum Standortnetzplan des Kirchenkreises Hamburg–Ost


In der Hamburger Morgenpost, dem Abend– (auch hier und hier) und dem Wochenblatt war zu lesen, dass in der Region Kirchen, ja sogar Gemeinden, geschlossen werden sollen.

Aber – ist das so?

 

Nun, der demographische Wandel ist in der Gesamtkirche mehr als deutlich wahrzunehmen – seit vielen Jahren schon, und aus vielfältigen Gründen, nimmt die Zahl der Kirchenmitglieder ab.

Das war durch gleichbleibende Kirchensteuereinnahmen bisher nicht so sehr aufgefallen, weil die Aufgaben nach wie vor bezahlt werden konnten.

Doch ist abzusehen, dass das irgendwann nicht so weiter geht – so wurden bereits schmerzhafte Einschnitte im Stellenplan durchgeführt, um die zurückgehenden Einnahmen zu aufzufangen; nunmehr werden die Kosten für die Gebäude überprüft.

Dabei hat der Kirchenkreis sich Gedanken gemacht, einen Kriterienkatalog zu entwickeln, welche Kirchen und –gebäude unabdingbar in Zukunft finanziell förderfähig sind, und welche nicht – das ist der sogenannte Standortnetzplan.

Für einige Gemeinden scheint er problematisch, weil zukünftig bei Baumaßnahmen nicht mehr alle Gebäude vom Kirchenkreis mitfinanziert werden können – mit langfristigen Folgen…

Haben wir bisher kirchliche Arbeit selbstverständlich genommen, müssen wir zukünftig darüber nachdenken, wie gemeindliche Arbeit über den Grundbetrag der Kirchensteuer hinaus von den einzelnen Gemeinden und ihren Mitgliedern finanziert werden kann.

Solange nun also eine Gemeinde ihre Sanierungen selbst tragen kann, ist für sie alles in Ordnung; kann sie es nicht, wird sie über alternative Verwendungen der Gebäude nachdenken müssen.

Das bedeutet  freilich nicht, dass eine Gemeinde geschlossen wird – das ist bisher nirgends angedacht!

Doch werden in den einzelnen Regionen des Kirchenkreises die Gemeinden zusammenrücken müssen, um auf die Herausforderungen des demographischen Wandels und der damit einhergehenden sinkenden Kirchensteuereinnahmen zu reagieren – und mit den bestehenden finanziellen Mitteln die Arbeit zu organisieren; und da bekommt die Regionalisierung der Arbeit ein neues Gewicht.

St. Lukas ist nach Vorstellungen des Kirchenkreises übrigens eine der voraussichtlich förderfähigen Gemeinden im Kirchenkreis und der Region – darüber muss freilich erst noch die Kreissynode im Frühjahr 2016 entscheiden!
Bis dahin sind sicherlich noch viele Gespräche auch in der Region Mittleres Alstertal nötig – auch, wie die Arbeit hier zukünftig verteilt wird und Schwerpunkte jeweils gesetzt werden.

 

Die Grundfragen des Standortnetzplans an uns jedoch sind andere – und darüber müssen wir alle Christenmenschen in St. Lukas gemeinsam nachdenken!

 

Wozu sind wir – wozu ist unsere Gemeinde – da?

Was ist unser Auftrag von Gott her – hier in Fuhlsbüttel?

 

Und die anderen Fragen sind:

 

Wie können wir den christlichen Glauben an die kommenden Generationen weitergeben – wie können wir am besten zeigen, wer wir sind und was uns wichtig ist, damit wir (wieder) Gesicht im Stadtteil bzw. Quartier gewinnen?

 

Der Standortnetzplan hat in diesem Zusammenhang sicher nur eine diskussionsanstoßende Funktion.

 

Pastor Georg Warnecke

Ein Herz für Kinder?


Wer hat Lust und Zeit, an Angeboten für Kinder in unserer Kirchengemeinde mitzuwirken? Sowohl für Projekte (einzelne Aktionen, Nachmittage, Gottesdienste, Freizeiten usw.) als auch für regelmäßige (Gruppen)Angebote freue ich mich über Menschen, die sich mit ihren Fähigkeiten ehrenamtlich einbringen wollen.

Bei Interesse einfach mal Kontakt aufnehmen:

per Mail: wfheins@web.de; per Telefon: 040 - 51320599 oder direkt, persönlich – am besten bin ich dienstags bis donnerstags im Gemeindehaus zu erreichen

Im Zentrum das Kreuz und im Brennpunkt der Adler


Wussten Sie, dass St. Lukas eine der ältesten Kirchen im Kirchenkreis ist? 

Das tonnenartige Gewölbe, das Gestühl, die Kanzel bis hin zum Lesepult aus dunklem Eichenholz mit handgeschnitzten Details beeindrucken jeden Besucher. Einigen Gemeindemitgliedern war aufgefallen, dass manchmal zu den Gottesdiensten das Lesepult gewechselt wurde: So kann es das schlichte Plexiglaspult sein oder es befindet sich auf dem Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Aufgrund von Nachfragen einiger Gemeindemitglieder hierzu konnte unser ehemaliger Pastor Jürgen Stäcker insbesondere zum Chorraum der Kirche befragt werden. Er äußerte sich wie folgt:

 

"Zur Einweihung der „neuen“ St.Lukas-Kirche am 4. Advent 1938 hat der Bildhauer Oskar E.Ulmer zusammen mit dem Architekten Bernhard Hopp ab 1935 mit der Gestaltung der Apsis der Kirche ein „Gesamtkunstwerk“ geschaffen, aus dem man die wichtigsten Aussagen des christlichen Glaubens von links nach rechts ablesen kann. An der Stirnseite des linken Ganges war – bis dort ein Durchgang zur Gedächtniskapelle geschaffen wurde – eine Mandorla (mandelförmige Darstellung) angebracht, die die Geburt Jesu (Maria mit dem Kind auf der Mondsichel) darstellte (Inschrift: „Et incarnatus est“ = „und ist Mensch geworden“).

Es folgt das linke Fenster mit der Darstellung von Jesu Taufe. Die Bilder des Flügelaltars zeigen links vom Kreuz vier Ereignisse aus Jesu Leidensgeschichte, im Zentrum steht das Kreuz mit dem gekreuzigten Christus, rechts davon sind vier Osterereignisse zu sehen. Das rechte Fenster stellt Jesu Himmelfahrt dar und an der Stirnseite des rechten Ganges sitzt in der Mandorla der wiederkommende Herr unter dem Schriftzug „Et iterum venturus est cum gloria“ („Und er wird wiederkommen in Herrlichkeit“).

Hinter dem Altar ist die Inschrift zu lesen „Diesen hat Gott auferweckt: des sind wir Zeugen“. Und diese Botschaft wird vom Lesepult aus, dem Adler, verkündigt. Er steht dort, wo sich alle Strahlen einer Parabel – als solche kann man die Darstellung des  Lebens Jesu im Chorraum unserer Kirche verstehen – treffen: im Brennpunkt.

Die Darstellung des Lese pults bezieht sich auf die Offenbarung des Johannes, Kapitel 4, 7-8. Dort umgeben vier himmlische Gestalten den Thronsitz Gottes („gleich einem Löwen, gleich einem Stier, gleich einem Menschen, gleich einem fliegenden Adler“) und sie rufen wie die Seraphim in der Vision des Propheten Jesaja (Kapitel 6) „Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr, der Allmächtige“. Dieser Ruf ist aufgenommen in dem Schaft des Lesepultes, der die Pultplatte trägt, in dem dreifachen „SANCTUS, SANCTUS, SANCTUS“ (heilig).

Und der Adler ist das Symbol des Evangelisten Johannes. So wird Gottes Heiligkeit mit dem dort vom Pult aus verkündeten Gotteswort aller Welt kundgetan. So verkündigt uns die Gestaltung unserer St. Lukas-Kirche das Evangelium von Jesus Christus, noch bevor das erste Wort gesagt ist!"