Aus dem gemeindeleben


„Du bist gefragt!“ – oder: alter Schwede, war das eine tolle Freizeit...


„Du bist gefragt“ – so hieß das Motto unserer diesjährigen Sommerfreizeit. Am 8. Juli brachen insgesamt 31 Jugendliche im Alter von 13-19 Jahren auf, um gemeinsam mit ihren 10 Mitarbeitern (& drei Küchenfeen) 14 interessante Tage in Langserum (Südschweden) zu erleben! Soweit die Zahlen – aber was steckt dahinter? „Du bist gefragt!“ zum Ersten: Es war wirklich mega-spannend, allein die vielfältige Zusammensetzung der Gruppe zu erleben: da waren Leute aus Eidelstedt, Nettelnburg,
Geesthacht, Hameln – und natürlich aus Fuhlsbüttel! Jeder war gefragt, mit seinem Charakter, seinen Ansichten, seinen Talenten. Kennen lernen konnte man sich z.B. auf den Zimmern (in echten schwedenroten Bungalows), bei den Kleingruppen, die sich an jedem Vormittag intensiv mit den biblischen Themen beschäftigt haben, oder auch bei den vielen Spielen (z.B. Schwedenabend, Schlag den Mitarbeiter, Oscar-Night) und Workshops (z.B. schwedisches Basteln, Frisbee, Kanu fahren, Jugger usw.)!
„Du bist gefragt!“ zum Zweiten: sehr gefragt bei uns war auch unser schönes Ziel in Smaland, die schöne, raue und eigenwillige Landschaft Schwedens inklusive des überwiegend sehr sonnigen Wetters... Wir genossen die direkte Umgebung mit einem Super-Gelände (Lagerfeuerstelle, Fußballplatz, einem schönen See mit Kanu- & Bademöglichkeit) und die Ausflüge in einen Elchpark und eine „Boda- Borg“ sowie nach Göteborg und auch die vielen kleinen Spaziergänge durch die schwedische „Pampa“!
„Du bist gefragt!“ zum Dritten: schließlich und nicht zuletzt haben wir auch Jesu Fragen an uns (neu) gehört! In den sehr spannenden Bibelarbeiten, den Andachten, einem sehr eindrucksvollen Werkstatt-Gottesdienst und auch in vielen kleinen Gesprächen zwischendurch haben wir tolle neue Impulse für den Glauben bekommen! Auch das viele Singen & die Angebote zur persönlichen Stille mit Gott haben allen ’ne Menge gebracht!

Willem Heins

Helden in St. Lukas oder der nächste Basar kommt ganz bestimmt ...


Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer nach dem Basar aufräumt, oder wer die  Jubiläumsveranstaltungen vorbereitet, wer für einen reibungslosen Gottesdienst sorgt oder sonntags nach dem KichenCafé oder nach dem Seniorenkreis das Geschirr abwäscht? Nein?


Alle, die seit Ewigkeiten bei der Tomobola beim Basar helfen, die jeden Sonntag Brot vom Café Luise zur Tafel fahren und so viel Marmelade für den Basar kochen? Das sind sie, die Helden von St. Lukas. Sie investieren Zeit und Ideen in den Punkt 7 Gottesdienst, machen und verteilen diesen Gemeindebrief oder sorgen dafür, dass die Jugendarbeit läuft. Unsere Gemeinde ist bunt und vielfältig, aber in St. Lukas könnte noch mehr Leben sein. Werden Sie auch zum Helden und helfen mit bei kleinen oder großen Dingen, Sie werden schnell merken, die Arbeit in der Gemeinde macht Spaß und gibt Erfüllung, auch wenn es nur eine kurze Hilfe beim Aufbau des Basars ist. Dann heißt es wieder „viele Hände, schnelles Ende!“ Diese Liste ließe sich beliebig verlängern, trotzdem braucht die Gemeinde, um weiterhin so lebendig zu bleiben, viele und auch neue Hände. Ob Bücher für den Basar sortieren, die Website oder den Social Media Auftritt mit betreuen oder etwas zusammen schaffen – in St. Lukas ist jede Unterstützung willkommen!


Wenn Sie helfen wollen und denken, es ist mal wieder Zeit, mit anzupacken, dann melden Sie sich gerne im Gemeindebüro unter Tel. 040 596400 oder st.lukas@gmx.de oder persönlich in den öffentlichen Sprechzeiten.
Es werden eigentlich für alle Tätigkeiten helfende Hände gesucht – wir freuen uns auf Sie!

Brot für die Welt unterstützt Partner in Sierra Leone


Ali Sesay aus dem westafrikanischen Sierra Leone hat sich seine Sorgen nie anmerken lassen. Nicht, als ihm das Geld fehlte, um Schuluniformen für die Kinder zu kaufen. Nicht, als er ihnen weder Stifte noch Hefte besorgen konnte und sich deswegen  schämte vor dem Lehrer und seinen Nachbarn. Und selbst dann nicht, als der Ertrag seines Reisfelds Jahr für Jahr geringer ausfiel und seine Familie nie genug zu essen hatte. Der Kleinbauer wollte unbedingt einen Weg aus der Armut finden, um seinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch er wusste nicht wie. Umso glücklicher war er, als Mitarbeitende der Siera Grass-roots Agency (SIGA), einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, in sein Dorf Mamorka kamen und den Ärmsten der Armen ihre Unterstützung anboten ‒ unter der Voraussetzung, dass sie selbst mit anpacken würden. Das hat Ali Sesay getan. Heute muss niemand in seinem Haushalt mehr Hunger leiden. Und seine Kinder gehen zum Unterricht ‒ ausgestattet mit allen Dingen, die sie zum Lernen brauchen. Früher kam SIGA für einen Teil der Schul-Kosten auf. Doch das hat sich längst geändert: Weil die Mitarbeitenden der Hilfsorganisation ihm und den anderen Männern des Dorfes beibrachten, wie man neue Sorten von Maniok und Reis erfolgreich anbaut, fahren die Bauern von Mamorka nun Jahr für Jahr reiche Ernten ein. „Mein Ertrag hat sich verdoppelt“, erzählt Ali Sesay. Und deshalb kann er heute stolz sagen: „Die Saat ist aufgegangen.“.
Die Graswurzelorganisation SIGA wurde 1989 gegründet, um arme und benachteiligte Menschen zu unterstützen. Ein Schwerpunkt dabei liegt auf der Bildung. Das von Brot für die Welt unterstützte Projekt im Distrikt Tonkolili ermöglicht 200 Kindern zwischen 6 und 13 Jahren den Schulbesuch und schult ihre Eltern in nachhaltiger Landwirtschaft, so dass sie höhere Einkünfte erzielen.

Text und Foto: Helge Bendl


Helfen Sie helfen. Spendenkonto Bank für Kirche und Diakonie
IBAN : DE 10 1006 1006 0500 5005 00 BIC : GENODED1KDB

Tierischer Mitbewohner in der KITA: Fussel ist da


Was wohl einige nicht wissen, neben den Kindern und den Erzieherinnen gibt es in unserer KiTa auch tierische Mitbewohner: Hasen! Bis vor kurzem lebten hier seit ca. zehn Jahren Leopold und Gandalf in Form einer Hasenwohngemeinschaft im Außenbereich der KiTa. Täglich müssen die Kinder nach den beiden Hasenfreunden schauen, ob sie genug zu essen und zu trinken haben, ob die Toilette sauber gemacht oder der Stall ein wenig
ausgemistet werden muss. An jedem Wochenende ist es Aufgabe eines Kindes, den Hasendienst zu übernehmen.
Dann heißt es, den Schlüssel für den Stall am Freitag mitzunehmen, die Hasen mit Essen und Trinken zu versorgen und den Stall sauber zu halten. Wenn man dann schon einmal in der Kita ist, darf man natürlich auch kurz im Außenbereich noch ein wenig spielen.

Auch die Krippenkinder können sich an den Hasen erfreuen und übernehmen einmal in der Woche mit großer Freude den Hasendienst.

Jedem Abschied wohnt ein Neuanfang inne: Fussel ist da! Leider leben auch Hasen nicht ewig. Daher gab es Ende 2017 zwei traurige Tage, an denen Leopold und dann Gandalf gestorben sind. Die Kinder waren sehr traurig, haben zu Hause den Eltern vom Tod der Hasen, jedes Kind auf seine Art und Weise, erzählt. Pastor Warnecke sorgte dafür, dass die Kinder sich von den beiden verabschieden konnten und die beiden ihre letzte Ruhestätte bekamen. Zwischenzeitlich gibt es nun einen neuen Mitbewohner. Dürfen wir vorstellen: Fussel! Als Mutter musste ich erst einmal schmunzeln, als mein Sohn meinte, ein Fussel wohnt jetzt in der KiTa. Ja, auch die Reinigungskräfte übersehen mal Kleinigkeiten, dachte ich. Aber am nächsten Tag zeigte mir mein Sohn den weißen Fussel im Stall. Der neue Mitbewohner hat sich mittlerweile gut eingelebt und bekommt Anfang 2018 sogar einen neuen Hasenpartner. Schön, dass die Kinder auf diese Art und Weise mitbekommen, dass Tiere auch Lebewesen sind, um die man sich täglich kümmern und für die man Verantwortung übernehmen muss. Wir sind schon gespannt, wie es in der Hasen-WG in 2018 weitergehen wird!


Rebecca Koch

Kein Glockengeläut mehr des Nachts


Vor einiger Zeit hatte sich ein Anwohner in der direkten Nachbarschaft der St. Lukas-Kirche darüber beschwert, dass die Glocken, die die Zeit markieren, zu laut seien.

Daraufhin hatte das Bezirksamt eine Messung durchgeführt und befunden, dass der Glockenschlag des Nachts die gesetzlich zulässigen Werte überschritte.
Die Glocken werden also zukünftig nun zwischen 22:00 und 6:00 Uhr nicht mehr läuten (können).

"... und alles für einen guten Zweck!"


Stefan Iserhot-Hanke unterstützt von Mitja Balschat an der Linoldruckpresse
Stefan Iserhot-Hanke unterstützt von Mitja Balschat an der Linoldruckpresse

„Ach, das ist doch das Fest, bei dem wir letztes Jahr unsere tiefen Teller gekauft haben!“, stellt mein Jüngster erfreut fest, als er den Aufbau vorm Gemeindehaus und der Kirche schon von weitem sieht. „Das stimmt genau!“, lobe ich ihn und ergänze, dass wir in diesem Jahr ein paar neue flache Teller gebrauchen könnten.
Pünktlich um 12 Uhr öffnen sich die Türen zum Gemeindehaus. Zu Beginn ist es so voll, dass wir uns entscheiden, erst von der Erbsensuppe und vom reichhaltigen Kuchenbüffet zu probieren, bevor wir uns ins Gewühl stürzen.
Beim Essen kommen wir ins Gespräch mit einer Dame, die uns erzählt, dass sie bereits vor 82 Jahren in St. Lukas getauft wurde. Und so sitzen hier Alt und Jung im Zelt und genießen die Atmosphäre. Gut gestärkt drängle ich mit den lieben Kleinen zum Lostopf. Uns werden verkaufsfördernde Sprüche wie: „Alles für einen guten Zweck“ und „Jedes 5. Los gewinnt“ zugerufen. Das letztere Versprechen halten unsere 20 gekauften Lose nicht annähernd, aber das ist auch egal. Die Begründung dafür gibt ja die erste Aussage.

Alle verkauften Waren sind Spenden. Die Erlöse des Basars 2017 in Höhe von 19077,16 € sind für Turiani (1.500 €), für Kinder-Nothilfe-Patenkinder (1.000 €) und der Hauptteil für die eigene Gemeindearbeit. Basarchefin Antje Studemund berichtet stolz, dass 160 hilfsbereite Gemeindemitglieder und zahlreiche Konfirmanden den Basar vorbereiten und bei der Durchführung mit anpacken. Das Angebot reicht traditionell von Glas- und Metallwaren, Porzellan, Kunsthandwerk und Kindersachen über Bücher und Kleinelektro bis hin zu Damen- und Herrenkleidung. Neu ist in diesem Jahr die Linoldruckwerkstatt (Fotos), bei dem jedermann unter Anleitung die ersten Weihnachtskarten herstellen kann. Dazu erklingt Flötenmusik, und es kommt in der Kirche tatsächlich schon ein bisschen Weihnachtsstimmung auf.
So haben wir am Ende des Tages zwar keine Teller nach unserem Geschmack gefunden, aber dafür tragen wir einen Obstkorb und eine „dezente“ Glasvase in türkis mit Dauerblumen nach Hause.
Und zum Abendbrot gibt es eine frisch geräucherte Forelle, von der wir sehr gerne noch eine gehabt hätten. Aber das merken wir uns fürs nächste Jahr und schlagen dann richtig zu!

M. Balschat

Spendenaktion


Unterstützen Sie St. Lukas mit dem Erwerb eines Original-Linoldrucks aus dem "Vater-Unser-Zyklus" in den Maßen 59cm x 42cm.
Geben Sie einfach jederzeit bei Stefan Iserhot-Hanke, unter E-Mail:
hankest@gmx.net, Ihre gewünschte Anzahl von Drucken in Auftrag. Die Höhe der Spende liegt in Ihrem persönlichen Ermessen. Bei Interesse kann der Druckvorgang auch in Ihrer Anwesenheit durchgeführt werden. Die Aktion wird außerdem beim kommenden Weihnachtsbasar mit weiteren Motiven fortgesetzt.

 

 

 

 

 

Junker Jörg, der "falsche ritter"


Am Sonntag, den 2. Juli gab Pastor Warnecke die Gottesdienstgestaltung an den Kinderchor von St. Lukas unter der Leitung von Bastiane Becker-Foß weiter. Der Altarraum wurde zur Bühne, erst zum Marktplatz der Stadt Worms, dann zu einem einsamen Waldstück, in dem ein Überfall auf ein Fuhrwerk stattfand, schließlich zur Wartburg mit Luthers Studierstube, einem Rittersaal und einem Trinkgelage und endlich zu einer Kapelle. „Der falsche Ritter“ heißt das Kindermusical von Andreas Hantke, das Frau Becker-Foß, leicht abgeändert, auf dem Klavier begleitete und den Weg Martin Luthers zum Reformator zum Inhalt hat. „Unser“ Martin Luther, (oder vielleicht besser, unsere Martina Luther?) hatte eine Schuhgröße unter 36 und das lange schwarze Gewand musste mit Sicherheitsnadeln gekürzt werden. Dennoch wird kaum einer der Zuschauer an der Ernsthaftigkeit, Glaubwürdigkeit und Energie dieses jungen Luther gezweifelt haben, so intensiv war der Gesamteindruck der Aufführung. Die Kinder beherrschten ihre Lied- und Sprechtexte sicher, auch die sehr langen und anspruchsvollen Rollen des „Junker Jörg“ und des Erzählers, und legten voller Spielund Singfreude los. Ohne Hilfen sprachen sie auswendig und waren bis in die hinteren Reihen der gut besuchten Kirche ohne Mühe zu verstehen. Herzlichen Dank noch einmal für  diesen besonderen Gottesdienst!

A. Goldflam

Sommerfreizeit Korsika 2017 - "läuft bei dir"


Am 9.8. machten sich 47 sonnenhungrige Teilnehmer und Mitarbeiter auf eine lange, aber lohnenswerte Anreise auf die „Insel der Schönheit“, wie Korsika zu Recht genannt wird. Nach über 30 Stunden Fahrt mit Bus und Fähre erreichten wir glücklich und erschöpft unser wunderschönes Camp an der Ostküste der Insel, ca. 50km südlich von Bastia.
Die traumhafte Kombination aus Mittelmeerstrand vor der (Zelt)Tür und bergigem Hinterland gab uns viele Möglichkeiten: Strandrallye, Übernachtungen am Strand, Bergwanderungen mit Übernachtung unterm Sternenzelt, Mitternachtsschwimmen, Ausflüge nach Corte ins Landesinnere, Bastia und kleinen Küstenorten, Badegumpen, Wasserfällen uvm. ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Unser Top-Küchenteam mit Benny und Annalena versorgte uns mit allem, was das Herz begehrt. Zwischendurch war immer viel Zeit für Gespräche, für Singen, Lesen, Paracords knüpfen, Caps bemalen usw. Inhaltlich haben wir uns an dem Spruch „läuft bei dir“ orientiert und überlegt, wo Gottes Spuren in unserem Leben zu finden sind, auch gerade dann, wenn „es nicht läuft“. Bibelarbeiten, Gottesdienste, Abendandachten und Morgenimpulse (diese zu Luther-Sprüchen) haben uns einen Rahmen gegeben, der diese Zeit geprägt hat und vielen die Möglichkeit gab, Gott näher kennenzulernen und noch mehr im Glauben an ihn gefestigt zu werden.

Fazit 1: wir hatten tolle Gemeinschaft untereinander und mit Gott, haben in verschiedenen Situationen Bewahrung erlebt und sind uns sicher: eine Sommerfreizeit ist ein unaufgebbares Highlight im Jahresablauf – egal ob für Teilnehmer oder für Mitarbeiter. Und: wir freuen uns schon riesig auf 2018, wo es zu Beginn der Sommerferien nach Schweden (Smaland) geht!

Fazit 2: diese Freizeit war eine Kooperation von drei Gemeinden aus Hamburg (Eidelstedt, Fuhlsbüttel, Nettelnburg) – und wir sind froh, dieses „Experiment“ gewagt zu haben – so dass wir auch im kommenden Jahr gemeinsam unterwegs sind!
Zum Schluss: vielen Dank für alle Unterstützung aus unserer Gemeinde im Vorfeld und während der Reise: durch Nachfragen, Werben, Gebet und Spenden!

Diakon Willem F. Heins

Alstertaufe 2017 - Ja, ich will getauft werden


 „Gleich hört es auf zu regnen, Sie werden sehen!“ Pastor Christian Paul stand auf der großen Bühne am Alsterlauf und tat so, als ob er sich sicher wäre. Und tatsächlich: Es hörte auf zu regnen. Fast ungläubig nahmen die Familien ihre Schirme runter. 31 Menschen wollten sich taufen lassen, wollten den Wind und das nasse Gras hautnah erleben, wollten spüren, wie das Wasser über ihren Kopf läuft. Vorher gab es noch Gesang, Gebet und – Tauffragen. Ja, deutliche und klare Fragen. Eine Erwachsene rief so laut: „Ja, ich will getauft werden“, dass es über die ganze Alsterwiese schallte.

 

Über 600 Menschen waren zu diesem Fest gekommen. Die vier Kirchengemeinden in der Region Mittleres Alstertal hatten diesen großen Gottesdienstdienst organisiert – und voller Gottvertrauen gehofft, dass alles gut gehen würde. Sogar die Sonne schaute am Beginn heraus, so, als ob sie neugierig wäre. Was gab es da nicht alles zu sehen und zu hören: Posaunisten und Trompeter, die aus Lungenkräften bliesen. Einen Projektchor, der so mitreißend sang, dass die Besucher einfach mitmachen mussten. Fünf Pastoren aus der Region, die durch den Gottesdienst führten und mutig zur Alster zogen, um zu taufen. Viele Familien, klein und groß, die die große Gemeinschaft der Christen suchten. Ein achtjähriger Junge ließ sich dann auch ganz untertauchen, dreimal, so dass er pitschnass wieder ans Ufer kam. Entweder ganz oder gar nicht. Er strahlte. Diese Taufe wird er nicht vergessen.

 

So ging es den vielen Helfern auch, die dafür sorgten, dass der Gottesdienst reibungslos ablief. Alle werden diese Feier so schnell nicht vergessen. Es war ein fröhliches geistliches Erlebnis. In zwei Jahren wieder? Wir werden sehen.

 

 Martin Barkowski

 Die Pastoren der Gemeinden Mittleres Alstertal (v.l.n.r.): Pastor Martin Barkowski (Regionalpastor
St. Marien und Nikodemus in Ohlsdorf-Fuhlsbüttel), Pastor em. Dr. Olav Hanssen (St. Marien und
Nikodemus in Ohlsdorf-Fuhlsbüttel), Pastor Georg Warnecke (St. Lukas in Fuhlsbüttel),
Pastor Detlev Melsbach (Maria Magdalenen in Klein Borstel), Pastor Christian Paul (Christophorus
in Hummelsbüttel), Pastor Volker Simon (St. Marien und Nikodemus in Ohlsdorf-Fuhlsbüttel))

Seniorenfreizeit im Klosterhotel Heiligengrabe


In diesem Jahr reisten 13 Senioren mit Pastor Warnecke auf Seniorenfreizeit nach Heiligengrabe. Vor unserem Start sprach Pastor Stäcker auf dem Kirchplatz von St. Lukas den Reisesegen für uns. In vielen fröhlichen aber auch sehr ernsten Gesprächen haben wir uns mit Martin Luther und seiner Lehre  auseinandergesetzt. Wir haben Bibeltexte zum Thema Gnade hinterfragt und über die Gnade Gottes und was sie für uns bedeutet gesprochen. Dazu gab es von uns viele Fragen. Pastor Warnecke half uns in den Arbeitsgesprächen am Vormittag und am Abend mit umfassenden Erklärungen und Informationen weiter. Trotz unserer manchmal kontroversen Ansichten hat ein freundlicher, rücksichtsvoller und herzlicher Umgang miteinander die ganze Freizeit geprägt. Wieder war die Seniorenfreizeit eine gesegnete Zeit für uns alle!

"MehrgenerationenGarten" in St. Lukas - Was ist das denn?


Wir wollen einen Garten anlegen, der von verschiedenen Generationen unserer Gemeinde genutzt werden kann. Er soll hinter dem Gemeindehaus entstehen. Es können dann dort morgens die Kita- Kinder Fußball spielen, auf einer Terrasse kann Kaffee getrunken oder gegrillt werden und den Jugendlichen unserer Gemeinde soll Raum geben werden, sich draußen aufzuhalten.
Es sollen verschiedene Pflanzen, Gräser, Kräuter und Obstbüsche angepflanzt werden. Wir möchten einen Garten herstellen in dem sich alle Generationen wohlfühlen und in dem jeder Rücksicht auf die anderen Generationen nimmt. Wir werden mit einer Gruppe von Gemeindemitgliedern aus allen Generationen einen Plan erstellen. Zunächst wird ca. Mitte Juli nach der Vogelschutzzeit eine ebene Rasenfläche angelegt, die vorhandenen Büsche entsprechend zurückgeschnitten und eine Umfriedung hergestellt. Alles Weitere soll dann eine Gruppe Interessierter planen. Wir bitten alle Interessierten, die uns bei der Planung und später auch bei den Außenarbeiten tatkräftig unterstützen möchten, sich im Kirchenbüro zu melden. Wir brauchen viele Helfer für dieses Projekt!

Antje Studemund, Mitglied des KGR

Herzlichen Dank an die Spender!


Im letzten Jahr haben wieder viele Menschen durch Geld- und Sachspenden dazu beigetragen, dass die Arbeit in der St. Lukas-Kirchengemeinde weitergehen kann.
Dank Ihnen konnten wir zum Beispiel die Sanierungsarbeiten an unserer schönen St. Lukas-Kirche angehen – und auch die anderen Projekte in der Gemeinde konnten dank Ihrer Spenden unterstützt werden.

Unter anderem gehören hierzu die Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien, für Senioren und auch für den Basar; und so manches geschieht im Hintergrund, was nötig ist, damit die Arbeit in der Gemeinde weitergehen kann. Durch Ihre Spenden tragen Sie dazu bei, dass St. Lukas ein Ort des Willkommens, ja, ein Stück Zuhause werden kann. Dafür möchte die Kirchengemeinde Ihnen von Herzen danken!

Es ist gut, wenn man, wie in einer großen Familie, zusammenhält und einander unterstützt – durch gespendete Zeit und praktische Arbeit ebenso wie durch finanzielle Spenden. In der Zukunft werden die Gemeinden noch viel stärker darauf angewiesen sein als es in der uns vertrauten Vergangenheit war.
Gerade weil wir dies’ sehen, sei allen Spendenden an dieser Stelle herzlich Dank gesagt! Danke dafür, dass Sie Ihre Verbundenheit mit St. Lukas ganz konkret und praktisch zeigen!

 

Pastor Georg Warnecke

Der Kirchgemeinderat von St. Lukas


Bei den KGR-Wahlen wurden – in alphabetischer Reihenfolge – folgende Personen in’s Amt gewählt:

  • Anke Berlin
  • Thorben Böttcher
  • Carsten Dehn
  • Susanne Helbing
  • Christina Iserhot
  • Antje Studemund
  • Marco Trümper

Regionalisierung – Zauberwort oder ...?


Auch in Landeskirchen außerhalb unserer „Nordkirche“ ist es schon länger eine zentrale Zukunftsfrage, wie die Arbeit in einer Region durch verbindliche Zusammenarbeit verbessert werden kann.

Vor sinkenden Mitgliederzahlen und da- mit auch langfristig sinkenden Einnahmen dürfen wir nicht die Augen verschließen. Nach wie vor begegnet Kirche den meisten Menschen als Ortsgemeinde, als Kirche im Dorf oder im Stadtteil und wenn möglich als „Vollsortimenter“ mit Ange- boten für Kinder, Jugendliche, Senioren, Familien,  Alleinerziehende,  Menschen, die noch oder wieder auf der Suche nach

„ihrem“ Glauben sind, Musikinteressierte. Aber in einer Zeit zunehmender Individualisierung gewinnen Formen kirchlicher Arbeit an Gewicht, die nicht mehr an die Ortsgemeinde gebunden sind.

Die Chancen der Regionalisierung liegen auf der Hand: in einer Region können differenziertere Angebote gemacht werden, die einzelne Gemeinde kann ein eigenes Profil entwickeln und wird gleichzeitig von dem Druck befreit, „alles“ anbieten zu müssen, und damit können am Ende Ressourcen geschont werden, finanzielle und menschliche.

Bevor in einer Region eine formale Struktur eingeführt wird, sollten die Inhalte der regionalen Zusammenarbeit geklärt wer- den: welche gemeinsamen Projekte sollen verwirklicht werden, welche Schwerpunkte will man setzen, welche Arbeitsbereiche sollen in Verantwortung der einzelnen Gemeinde bleiben und an welchen Stellen ist funktionale Arbeitsteilung gewollt.

In den nächsten Schritten kann dann die Rechtsform der Zusammenarbeit in der Region diskutiert und entschieden werden. Hier sind – mit zunehmender Verbindlich- keit – verschiedene Formen denkbar, be- ginnend mit einer „Kooperation ohne ver- tragliche Grundlage“ über eine „Arbeitsgemeinschaft mit gemeinsamer Satzung“ und einen Kirchgemeindeverband bis hin zu einer Fusion, bei der die bisher beste- henden Gemeinden als Körperschaften aufgelöst und in eine neue Gemeinde überführt werden. (Quelle)

Was hat das nun mit der Region „mittleres Alstertal“ und der Tatsache, dass St. Lukas sich eine Auszeit von der Mitarbeit in der Region genommen hat, zu tun, mögen Sie fragen. Eine Menge, finde ich! Als ich diesen „Ablaufplan für eine gelunge- ne Regionalisierung“ las, wurde mir noch einmal ganz deutlich, was vielen von uns, die schon länger an diesem Regionalisierungsprozess mitarbeiten, irgendwie immer ein gewisses Unbehagen bereitet hat. Wir alle, nicht nur St. Lukas, haben die Regionalisierung nie wirklich als Prozess begriffen, der, wenn er gelingen soll, ernsthaft und Schritt für Schritt gegangen werden muss.

Die Zusammenführung mehrerer Gemeinden in eine Region blieb zunächst ohne Auswirkungen in der täglichen Arbeit. Durch den Wegfall von Pastorenstellen kam es dann zu teilweise nicht unerheblichen Über- oder Unterdeckungen in der pastoralen Versorgung der  Gemeinden in der Region. Daraufhin haben sich die Gemeinden in der Region an einen Tisch gesetzt, um Lösungen zu finden.

Seit 2013 haben wir in der Region eine befristete regionale Pfarrstelle. Doch auch hier ist es uns noch nicht gelungen, alle Chancen zu nutzen, die eine solche Stelle bietet. Pastor Barkowski hat mit seiner „Klingenden Kirche“ wunderbare Gottesdienste angeboten, doch einzig die „Alstertaufe“ war ein Projekt, das von allen Ge- meinden gemeinschaftlich ausgestaltet wurde.

Mit der Gebäudedatenerfassung und nachfolgend dem Standortnetzplan wurde dann der Druck auf viele Gemeinden spürbar stärker. In vielen Gemeinden kamen Fra- gen auf. Was bedeutet „nicht förderungswürdig“? Haben wir in der Vergangenheit keine gute Arbeit geleistet? Ist unsere Kirche nicht mehr gut genug, wie soll es weitergehen ...?

Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber und hat einmal mehr dazu geführt, dass versucht wurde, den Prozess der Regionalisierung mit dem letzten Schritt zu be- ginnen – „Wir stellen uns mal vor, wir sind eine einzige (fusionierte!) Gemeinde, wie sollte die dann aussehen?“. Das konnte und wollte der KGR so nicht mehr mittragen, deshalb haben wir die Anfrage des Regionalausschusses nach „Mitarbeit von St. Lukas ja oder nein“ mit einem „zunächst nicht“ beantwortet.

Das bedeutet keinesfalls, dass damit alle Türen auf immer und ewig zu sind; im Gegenteil: es wäre schön, wenn es uns in der Region gelänge, in eine echte inhaltliche Diskussion einzusteigen, aus der sich dann die für unsere Region beste Rechtsform der Zusammenarbeit ergibt.

Noch können wir die Form der „Kirche im mittleren Alstertal“ gestalten, ob das in fünf oder zehn Jahren noch so sein wird,  ist  allerdings  mehr  als  unsicher.

Claudia Scherf

Konfirmandenzeit: Mehr als Unterricht


Frage ich die Konfirmanden nach den Highlights und den eindrücklichsten Erlebnissen der Konfi-Zeit, so werden immer wieder die Freizeiten genannt.

Für die einen ist es die Sommerreise nach Norwegen und für andere die Herbst-Kurzfreizeit in Hanstedt – in Kombination mit einer Abschlusstour über Pfingsten 2016 bei Plön (Schloss Ascheberg).

Eindrucksvoll und schön sind diese Zeiten wohl vor allem deshalb, weil wir dort „Leben teilen“: miteinander essen, spielen, diskutieren, schwitzen, lachen, beten und vieles mehr.

Und das zeigt auch etwas Wichtiges für die normalen Konfi-Stunden in jeder Woche: wir wollen miteinander das Leben als Christen im ALLTAG entdecken und so gut es geht „durchbuchstabieren“.

Dass dies nicht mit der Konfirmation endet, sondern einen guten Anfang nimmt, zeigen uns viele ehrenamtliche Teamer, die selbst vor ein paar Jahren hier konfirmiert wurden (wenn ihr das gerade lest: ein DICKES Dankeschön an euch für all euer Engagement!!!) – und das zeigt auch, dass viele von euch Lust haben, weiterhin dabei zu sein: sich zu engagieren oder zu treffen – in eurer Kirchengemeinde, die für manche in die- sem Jahr ein Stück zu Hause geworden ist.

Von daher: euch allen eine schöne Konfirmation und die Gewissheit, dass Gottes JA auch weiterhin mit euch geht – lange über euer JA zu ihm am Tag der Konfirmation hinaus!

Euer Willem & Pastor G. Warnecke

Fast 70 Jahre Gemeindechor St. Lukas


Foto: P. Gebauer
Foto: P. Gebauer

Wussten Sie, dass der Chor unserer Kantorei der älteste Kreis der Gemeinde ist?

Alles hat seine Zeit: Im Jugendkreis sind üblicherweise keine Senioren und im Seniorenkreis keine Jugendlichen. Im Chor ist das anders. Er besteht durch- gehend mindestens seit 1948. Zwei Chorsängerinnen sind schon seit 1954, bzw. mit Unterbrechungen seit 1956 nach ihrer Konfirmation Mitglieder des Chores.

Der Chor probt – außer in den Schulferien – regelmäßig am Montagabend im Gemeindehaus, häufig auch öfter, wenn große Werke im Gottesdienst oder Konzerte geplant sind.

Die Leitung hatten zunächst die Kantoren Fritz Strauch und Christian Goltzsch und seit 1982 Bastiane Becker-Foß, die seit 1982 nur eine halbe Kirchenmusikerstelle besetzt hat.

Neben dem Singen im Gottesdienst haben wir im Laufe der Jahre große kirchen- musikalische Werke aufgeführt, z. B. „Israel in Ägypten“ von G. F. Händel, „Die Schöpfung“ von J. Haydn, mehrfach die „Johannespassion“ und das „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach, den „Elias“ von F. Mendelssohn – Bartholdy und das „Requiem“ von W. A. Mozart. Auch die kleineren Werke, z. B. Messen von L. Cherubini bis Rossini, Kantaten und Motetten von Bach, Schütz und anderen haben wir gern gesungen.

Eine schöne Abwechslung waren weltliche Konzerte, u.a. die „Zigeunerlieder“ von J.Brahms, ein Sommerkonzert mit dem Spaßlied „Die Forelle“, das durch alle Musikstile von Barock bis zur Ge- genwart führt und das Singspiel „Der Sängerkrieg der Heidehasen“ von James Krüss.

Und wir haben wiederholt an der Nacht der Chöre in St. Petri teilgenommen, u.a. mit „Ich habe einen Traum“ nach Martin Luther King von Stefan Hanke und der „Jazzmesse für Frauenstimmen und Schlagzeug“ von Bob Chilcott. Gelegentlich veranstalten wir Chorfreizeiten mit intensiven Proben und viel Spaß. In den fünfziger und sechziger Jahren fuhren wir regelmäßig in den Herbstferien für eine Woche nach Loccum in die Jugendherberge und sangen im schönen Zisterzienserkloster. Da waren die meisten Chormitglieder noch Schüler.

Aber die Zeiten haben sich geändert und das Durchschnittsalter der Sänger ist gestiegen, deshalb finden die Freizeiten jetzt an den Wochenenden statt. Vor einigen Jahren waren wir z.B. auf dem Koppelsberg bei Plön, später in Oeverdiek (Timmendorfer Strand) und in Sahlenburg bei Cuxhaven mit einer Wattwanderung nach Neuwerk.

Wir feiern auch gern. Mehrfach im Jahr und nach Konzerten sitzen wir fröhlich zusammen, klönen und stärken uns an einem reichhaltigen Büffet, für das jeder etwas mitbringt.

So sind im Chor langjährige Freundschaften entstanden und Ehen fanden dort ihren Anfang.

Zum Standortnetzplan des Kirchenkreises Hamburg–Ost


In der Hamburger Morgenpost, dem Abend– (auch hier und hier) und dem Wochenblatt war zu lesen, dass in der Region Kirchen, ja sogar Gemeinden, geschlossen werden sollen.

Aber – ist das so?

 

Nun, der demographische Wandel ist in der Gesamtkirche mehr als deutlich wahrzunehmen – seit vielen Jahren schon, und aus vielfältigen Gründen, nimmt die Zahl der Kirchenmitglieder ab.

Das war durch gleichbleibende Kirchensteuereinnahmen bisher nicht so sehr aufgefallen, weil die Aufgaben nach wie vor bezahlt werden konnten.

Doch ist abzusehen, dass das irgendwann nicht so weiter geht – so wurden bereits schmerzhafte Einschnitte im Stellenplan durchgeführt, um die zurückgehenden Einnahmen zu aufzufangen; nunmehr werden die Kosten für die Gebäude überprüft.

Dabei hat der Kirchenkreis sich Gedanken gemacht, einen Kriterienkatalog zu entwickeln, welche Kirchen und –gebäude unabdingbar in Zukunft finanziell förderfähig sind, und welche nicht – das ist der sogenannte Standortnetzplan.

Für einige Gemeinden scheint er problematisch, weil zukünftig bei Baumaßnahmen nicht mehr alle Gebäude vom Kirchenkreis mitfinanziert werden können – mit langfristigen Folgen…

Haben wir bisher kirchliche Arbeit selbstverständlich genommen, müssen wir zukünftig darüber nachdenken, wie gemeindliche Arbeit über den Grundbetrag der Kirchensteuer hinaus von den einzelnen Gemeinden und ihren Mitgliedern finanziert werden kann.

Solange nun also eine Gemeinde ihre Sanierungen selbst tragen kann, ist für sie alles in Ordnung; kann sie es nicht, wird sie über alternative Verwendungen der Gebäude nachdenken müssen.

Das bedeutet  freilich nicht, dass eine Gemeinde geschlossen wird – das ist bisher nirgends angedacht!

Doch werden in den einzelnen Regionen des Kirchenkreises die Gemeinden zusammenrücken müssen, um auf die Herausforderungen des demographischen Wandels und der damit einhergehenden sinkenden Kirchensteuereinnahmen zu reagieren – und mit den bestehenden finanziellen Mitteln die Arbeit zu organisieren; und da bekommt die Regionalisierung der Arbeit ein neues Gewicht.

St. Lukas ist nach Vorstellungen des Kirchenkreises übrigens eine der voraussichtlich förderfähigen Gemeinden im Kirchenkreis und der Region – darüber muss freilich erst noch die Kreissynode im Frühjahr 2016 entscheiden!
Bis dahin sind sicherlich noch viele Gespräche auch in der Region Mittleres Alstertal nötig – auch, wie die Arbeit hier zukünftig verteilt wird und Schwerpunkte jeweils gesetzt werden.

 

Die Grundfragen des Standortnetzplans an uns jedoch sind andere – und darüber müssen wir alle Christenmenschen in St. Lukas gemeinsam nachdenken!

 

Wozu sind wir – wozu ist unsere Gemeinde – da?

Was ist unser Auftrag von Gott her – hier in Fuhlsbüttel?

 

Und die anderen Fragen sind:

 

Wie können wir den christlichen Glauben an die kommenden Generationen weitergeben – wie können wir am besten zeigen, wer wir sind und was uns wichtig ist, damit wir (wieder) Gesicht im Stadtteil bzw. Quartier gewinnen?

 

Der Standortnetzplan hat in diesem Zusammenhang sicher nur eine diskussionsanstoßende Funktion.

 

Pastor Georg Warnecke

Ein Herz für Kinder?


Wer hat Lust und Zeit, an Angeboten für Kinder in unserer Kirchengemeinde mitzuwirken? Sowohl für Projekte (einzelne Aktionen, Nachmittage, Gottesdienste, Freizeiten usw.) als auch für regelmäßige (Gruppen)Angebote freue ich mich über Menschen, die sich mit ihren Fähigkeiten ehrenamtlich einbringen wollen.

Bei Interesse einfach mal Kontakt aufnehmen:

per Mail: wfheins@web.de; per Telefon: 040 - 51320599 oder direkt, persönlich – am besten bin ich dienstags bis donnerstags im Gemeindehaus zu erreichen

Im Zentrum das Kreuz und im Brennpunkt der Adler


Wussten Sie, dass St. Lukas eine der ältesten Kirchen im Kirchenkreis ist? 

Das tonnenartige Gewölbe, das Gestühl, die Kanzel bis hin zum Lesepult aus dunklem Eichenholz mit handgeschnitzten Details beeindrucken jeden Besucher. Einigen Gemeindemitgliedern war aufgefallen, dass manchmal zu den Gottesdiensten das Lesepult gewechselt wurde: So kann es das schlichte Plexiglaspult sein oder es befindet sich auf dem Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Aufgrund von Nachfragen einiger Gemeindemitglieder hierzu konnte unser ehemaliger Pastor Jürgen Stäcker insbesondere zum Chorraum der Kirche befragt werden. Er äußerte sich wie folgt:

 

"Zur Einweihung der „neuen“ St.Lukas-Kirche am 4. Advent 1938 hat der Bildhauer Oskar E.Ulmer zusammen mit dem Architekten Bernhard Hopp ab 1935 mit der Gestaltung der Apsis der Kirche ein „Gesamtkunstwerk“ geschaffen, aus dem man die wichtigsten Aussagen des christlichen Glaubens von links nach rechts ablesen kann. An der Stirnseite des linken Ganges war – bis dort ein Durchgang zur Gedächtniskapelle geschaffen wurde – eine Mandorla (mandelförmige Darstellung) angebracht, die die Geburt Jesu (Maria mit dem Kind auf der Mondsichel) darstellte (Inschrift: „Et incarnatus est“ = „und ist Mensch geworden“).

Es folgt das linke Fenster mit der Darstellung von Jesu Taufe. Die Bilder des Flügelaltars zeigen links vom Kreuz vier Ereignisse aus Jesu Leidensgeschichte, im Zentrum steht das Kreuz mit dem gekreuzigten Christus, rechts davon sind vier Osterereignisse zu sehen. Das rechte Fenster stellt Jesu Himmelfahrt dar und an der Stirnseite des rechten Ganges sitzt in der Mandorla der wiederkommende Herr unter dem Schriftzug „Et iterum venturus est cum gloria“ („Und er wird wiederkommen in Herrlichkeit“).

Hinter dem Altar ist die Inschrift zu lesen „Diesen hat Gott auferweckt: des sind wir Zeugen“. Und diese Botschaft wird vom Lesepult aus, dem Adler, verkündigt. Er steht dort, wo sich alle Strahlen einer Parabel – als solche kann man die Darstellung des  Lebens Jesu im Chorraum unserer Kirche verstehen – treffen: im Brennpunkt.

Die Darstellung des Lese pults bezieht sich auf die Offenbarung des Johannes, Kapitel 4, 7-8. Dort umgeben vier himmlische Gestalten den Thronsitz Gottes („gleich einem Löwen, gleich einem Stier, gleich einem Menschen, gleich einem fliegenden Adler“) und sie rufen wie die Seraphim in der Vision des Propheten Jesaja (Kapitel 6) „Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr, der Allmächtige“. Dieser Ruf ist aufgenommen in dem Schaft des Lesepultes, der die Pultplatte trägt, in dem dreifachen „SANCTUS, SANCTUS, SANCTUS“ (heilig).

Und der Adler ist das Symbol des Evangelisten Johannes. So wird Gottes Heiligkeit mit dem dort vom Pult aus verkündeten Gotteswort aller Welt kundgetan. So verkündigt uns die Gestaltung unserer St. Lukas-Kirche das Evangelium von Jesus Christus, noch bevor das erste Wort gesagt ist!"